In einer visuellen Welt gewinnt, wer visuell überzeugt.
Machen wir uns nichts vor: Unsere Welt ist so visuell wie nie zuvor. Wir alle produzieren täglich Bilder, teilen Erlebnisse in Echtzeit und scannen Informationen, statt sie zu lesen. Kommunikation ist schneller geworden. Das Bild ist nicht mehr nur „Deko“ für den Text – es ist die Hauptbotschaft. Es wird vom Gehirn 60.000-mal schneller verarbeitet als das geschriebene Wort.
Der Härtetest:
- Wer bucht heute ein Hotelzimmer, ohne vorher die Galerie durchgeklickt zu haben? Niemand.
- Wer kauft im Online-Shop ein Produkt, das schlecht ausgeleuchtet oder unscharf ist? Keiner.
Das Bild entscheidet über das Kaufinteresse, oft in Bruchteilen einer Sekunde.
viele Unternehmen nutzen dieses Potenzial nur zu einem Bruchteil. Nicht aus bösem Willen, sondern weil eine einfache, aber entscheidende Grundlage fehlt: Klarheit.
Auftragsvergabe und Fotografen Buchen
Inhaltsverzeichnis
Bevor Sie zum Hörer greifen oder eine E-Mail an einen Fotografen tippen, müssen Sie Ihre Gedanken ordnen. Je klarer Sie wissen, was Sie wollen, desto besser (und oft kosteneffizienter) wird das Ergebnis.
Die wichtigste Frage:
1. Was wollen wir eigentlich?
Das klingt banal. Ist es aber nicht.Diese Frage ist in vielen Unternehmen erstaunlich oft unbeantwortet.
Wenn das Ziel unklar bleibt, wird der Auftrag schwammig. Dadurch verlieren Teams Zeit, Budgets laufen aus dem Ruder und das Ergebnis bleibt hinter den Erwartungen.
Professionelle Fotografie funktioniert nur dann effizient, wenn das Ziel eindeutig benannt ist.
Bevor Sie an Fotos denken, stellen Sie sich selbst eine einfache Frage:
Was möchte ich mit diesen Bildern erreichen? Weshalb fotografieren wir ÜBERHAUPT?
Beispiele aus der Praxis:
- „Wir möchten die Belegschaft zeigen.“ – Warum?
„Um zu zeigen, was für ein tolles Team wir sind.“ Das ist sympathisch, aber kein Ziel.
Ein Ziel wäre: „Wir wollen Vertrauen schaffen, unsere Kompetenz sichtbar machen und eine klare, menschlichen Bezug herstellen.“
- „Wir wollen unsere neue Maschine fotografieren.“ – Warum
„Weil sie beeindruckend ist.“ Auch das ist noch kein Ziel.
Ein Ziel wäre: „Wir wollen technische Leistungsfähigkeit, Engineering-Kompetenz und Innovationskraft vermitteln.“
Erst wenn das Warum klar ist, kann das Wie professionell geplant werden. Sonst bleibt es reines Bilderproduzieren – aber keine Kommunikation.
2. Was ist das Motiv?
Sobald das Ziel klar ist, sollte das Motiv präzise definiert werden.
Nicht „irgendwas mit Team“ oder „irgendwie die Maschine“.
Beispiel
- Mitarbeiter
Vor neutralem Hintergrund, In der Produktion, Im Besprechungsraum, Beim Arbeiten, im echten Kontext, Als Portrait oder als Gruppe?
- Maschine oder Anlage
Im laufenden Betrieb, als sauberes Produktfoto im Showroom.
Warum dieser Schritt wichtig ist:
- Wenn Sie Ihr Motiv klar benennen, entsteht automatisch ein Realitätscheck:
- Braucht es Vorbereitung?
- Müssen Räume gesäubert oder freigeräumt werden?
- Benötigen wir Menschen, Schutzkleidung, Prototypen, Requisiten, Licht?
- Sie beginnen, sich aktiv mit der Visualisierung auseinanderzusetzen – und genau das spart später Zeit, Geld und Missverständnisse.
3. Nutzung klären – wo und wie werden die Bilder eingesetzt?
Die Art der Nutzung beeinflusst die Art der Bilder.
Typische Einsatzbereiche:
- Website
- Recruiting-Kampagnen
- Imagebroschüren
- Geschäftsberichte
- Social Media
- Messewände/große Druckformate
- Internationale Kommunikation
Je genauer Sie das definieren, desto besser lässt sich der Stil anpassen – technisch, kompositorisch und atmosphärisch.
| Professionelle Fotografen berechnen Nutzungsrechte. Der geplante Verwendungszweck hat daher erheblichen Einfluss auf den Preis. Wenn Sie ihn in Ihrer Anfrage direkt angeben, erhalten Sie schneller eine präzise Kalkulation und vermeiden Rückfragen.
4. Rahmenbedingungen prüfen – was beeinflusst Aufwand und Ergebnis?
Bevor Sie jemanden engagieren, sollten ein paar praktische Punkte eindeutig sein:
5. Der Look – Stilistisch und Atmosphärische
Ein guter Fotograf kann viel leisten, aber nicht erraten, wie das Bild wirken soll. Ein helles, freundliches Bild zu produzieren, kann mehr Aufwand bedeuten, wenn die Location, in der fotografiert werden soll, dunkel und weniger fotogen ist. Deshalb sollten Sie vorab festlegen:
Hat Ihr Unternehmen ein Corporate Design oder existieren bereits Fotorichtlinien?
Diese definieren Farben, Kontraste, Perspektiven oder Bildaufbau – und sichern Wiedererkennbarkeit über alle Kanäle hinweg. Wenn nicht: Gibt es einen gewünschten Look oder eine Stimmung für die Bilder?
„Schön“ ist keine Vorgabe. Je konkreter die Beschreibung, desto zielgerichteter kann produziert werden. Arbeiten Sie mit klaren Adjektiven:
- Stimmung: neutral, technisch, warm, menschlich, dynamisch, puristisch
- Bildsprache: klar, reduziert, dokumentarisch, inszeniert
- Umfang: wie viele Motive werden wirklich benötigt?
- Prioritäten: Was ist Pflicht, was ist „nice to have“?
- Klare Erwartungen verhindern Enttäuschungen und sorgen für ein stimmiges Ergebnis.
Bevor Sie überhaupt an Planung denken, sollten diese fünf Punkte stehen.
Erst wenn Ziel, Motiv, Rahmenbedingungen, Nutzung und Erwartungen definiert sind, kann ein Fotograf effizient arbeiten und Bilder liefern, die präzise Ihre Botschaft transportieren.
Art Buyer Tipp: Wenn Sie diese 5 Fragen beantworten können, begegnen Sie dem Fotografen auf Augenhöhe.
Sie verwandeln sich vom „unsicheren Kunden“ zum „strategischen Partner“. Das Ergebnis: Der Fotograf kann sofort kalkulieren und kreativ arbeiten, statt Rätselraten zu spielen.